Eheprobleme in den Griff bekommen

Die Verliebtheitsphase, in der beide Partner alles aus einer rosaroten Brille betrachten, dauert ungefähr zwei Jahre – wenn es gut läuft. In dieser Zeit plant man das gemeinsame weitere Leben und beschließt oft: Wir möchten heiraten. Unsere Ehe wird mit Sicherheit viel länger als bei allen anderen andauern, denn: Wir lieben uns. Doch leider werden alle Ehepaare früher oder später von der Realität eingeholt und die ersten Probleme schleichen sich ein. Daher tritt die Frage, wie man Eheprobleme lösen kann, früher oder später bei allen Paaren auf.

Eheprobleme – Oft führen Kleinigkeiten zum Streit

Viele Paare verstehen eine Situation nicht: Sie geraten wegen Kleinigkeiten aneinander. Da legt jemand die Socken falsch zusammen oder die berühmte Zahnpasta, die nicht verschlossen wird, ist der Anlass für einen heftigen Streit. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass niemals diese Kleinigkeiten die Ursache für den Streit sind.

Sie sind lediglich die Spitze vom Eisberg. Daher lohnt es sich immer, tiefer zu forschen. Manchmal ist es sogar so, dass gar nicht der Partner an den Eheproblemen schuld ist. Diese Tatsache muss unbedingt als positiv angesehen werden, denn: Wenn der Partner nicht schuld ist, so lassen sich Eheprobleme meist leicht lösen. Vielleicht liegen gerade finanzielle Schwierigkeiten vor oder im Beruf gibt es Ärger? Manchmal ist ein Partner einfach unzufrieden und hat das Gefühl, er lebe in einem Gefängnis. Hier hilft nur eines: Miteinander reden. Nicht zwischen Tür und Angel, sondern in aller Ruhe und vor allem mit gegenseitigem Respekt. Nur dann kann man herausfinden, wo die Probleme liegen. Bei solchen Gesprächen darf man keinesfalls den Partner persönlich angreifen. Man darf zwar verbalisieren, was einen stört, aber aus der Ich-Perspektive.

Fehlendes Privatleben

Oft ist ein fehlendes Privatleben der Grund für die Eheprobleme. Zu Beginn jeder Beziehung möchte man sich so oft wie möglich sehen und schon ist es passiert: Man verliert die eigenen Freunde und plötzlich hat man nur noch den Partner. Aber auch die eigenen Eltern können schuld an Eheproblemen sein, wenn sich diese zum Beispiel zu sehr in eine Ehe einmischen. Die Eltern sind zwar immer wichtig, man sollte sie aber auf jeden Fall aus den eigenen privaten Angelegenheiten heraushalten. Denn, auch wenn die eigenen Eltern es gut meinen, so können diese doch einen Streit erst so richtig anheizen.
Kinder sind ebenso ein Grund für Eheprobleme: Einerseits gibt es Paare, bei denen nur einer einen Kinderwunsch hat. Klar, dass diese unterschiedliche Einstellung zu Problemen führt. Andere Eheprobleme lassen sich leichter lösen, da sie durch die Kinder entstehen. Oft gibt die Mutter ihre Berufstätigkeit auf, um sich um die Kinder zu kümmern und ist irgendwann einmal deshalb unzufrieden. Sie kommt auch weniger unter Leute und sitzt meist daheim. Der Vater hingegen kommt abends geschafft von der Arbeit heim und wäre froh, Ruhe zu haben. Er wird aber von der eigenen Familie belagert. All dies kann zu Eheproblemen führen.

Fehlender Respekt zueinander

Respekt ist der wichtigste Faktor einer funktionierenden Ehe. Nur wenn sich beide Partner auf Augenhöhe begegnen und den Gegenüber so akzeptieren wie dieser ist, kann eine Ehe funktionieren. Keiner hat das Recht, den Partner verändern zu wollen. Jeder muss die Schwächen des anderen akzeptieren. Nur dann ist man von Grund auf zufrieden. Wichtig ist es zudem, dass man respektvoll miteinander umgeht. Das bedeutet, dass man beim Reden den anderen nicht verletzt, sondern immer nett miteinander umgeht. Kritik muss nicht immer weh tun, sie kann auch konstruktiv sein. Zum gegenseitigen Respekt zählt auch, dass man den Freundeskreis und die Hobbys des anderen akzeptiert. Jeder benötigt eine gewisse Portion Freiheit, die er alleine verbringen darf. Aber die Zweisamkeit darf auch nicht zu kurz kommen. Hier gilt es, die goldene Mitte zu finden.

Haushalt und Geld stören den Frieden

Viele Paare streiten sich, weil nur einer den Haushalt macht. Diese Aufteilung ist natürlich dann berechtigt, wenn einer nicht berufstätig ist. Aber auch in diesem Fall kann der andere Partner immer wieder mal unter die Arme greifen oder mit einer netten Geste dem anderen klar machen, dass er dessen Arbeit zu schätzen weiß. Gleiches gilt für das Geld: Viele Partner streiten sich, weil beide ein unterschiedlich hohes Einkommen erzielen und auch unterschiedlich mit Geld umgehen. Sollte einer das Geld mit vollen Händen ausgeben, während der andere alle gemeinsamen Kosten alleine stemmt, so sind die Probleme natürlich vorprogrammiert.

Damit eine Ehe funktioniert, darf das Liebesleben nicht zu kurz kommen. Daher sollten alle Ehepaare immer wieder mal alleine – ohne Kinder – verreisen und sei es nur über ein Wochenende. Pures Gift für eine Ehe ist auch die Eifersucht, die sich manchmal sogar auf den Expartner erstreckt. Hinzu kommen Probleme aus alten Beziehungen, die in den neuen Beziehungen fortgeführt werden. In diesem Fall kann man die Eheprobleme lösen, wenn man sich fachlichen Rat und Unterstützung holt. Oft reicht es nicht, die eigenen Probleme zu analysieren und selbst lösen zu wollen. Oft benötigt man hierzu eine Familien- oder Partnerschaftsberatung.

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