Die Verlobung

Verlobung: Der erste Schritt zur Hochzeit

Verliebt, verlobt, verheiratet. Wer kennt diesen Spruch nicht? Geschickt zeigt er, welchen Stellenwert eine Verlobung im Liebestaumel einnimmt. Mit einer Verlobung oder dem Verlöbnis bekunden zwei Personen ihren verbindlichen Willen, den Bund der Ehe einzugehen.

VerlobungIn der Regel folgt der Verlobung im Abstand von 3 Monaten bis zu einem Jahr die Heirat. Die Notwendigkeit in vergangenen Zeiten, sich zu verloben, um eine außereheliche Liebesbeziehung öffentlich unter dem gesellschaftlichen Aspekt der Anständigkeit zu führen, ist heutzutage nicht mehr gegeben. Dennoch ist die Verlobung noch immer nicht aus der Mode gekommen – ganz im Gegenteil.

Verlobungsringe ein traditioneller Brauch

Heute bekennen sich Paare dadurch ganz öffentlich zu innigen Gefühlen. Oft zeigen Verlobungsringe die Verbindung auch optisch an.

Verlobungsfeier

Ob eine Verlobungsfeier ausgerichtet wird, liegt allein im Ermessen des Brautpaares. Wer damit gern Familie und Freunde am eigenen Glück teilhaben lassen möchte, wird ein rauschendes Fest geben, während andere ihr Glück zu zweit genießen und die Verlobung beispielsweise mit einer Grußkarte bekanntgeben.

Kein Rechtsanspruch auf Heirat

Ein Anspruch auf Heirat besteht durch eine Verlobung in Deutschland rein rechtlich nicht. Deshalb wiegt eine Auflösung des Verlöbnisses mittlerweile aus gesellschaftlicher wie rechtlicher Sicht geringer als eine Ehescheidung. Dem wurde beispielsweise auch mit der Streichung des Paragraphen 1300 BGB im Jahre 1998 Ausdruck verliehen, der die Zahlung eines sogenannten Kranzgeldes vorsah, wenn ein Verlöbnis durch den Bräutigam aufgelöst wurde, nachdem die Partner bereits außerehelichen Geschlechtsverkehr hatten.

In Kulturen, in denen Ehen arrangiert werden, dient die Zeit der Verlobung besonders der allmählichen Annäherung an das Lebensbündnis. Dabei lernen sich die Partner oftmals erst einmal kennen und manchmal soger lieben. Die Verwandtschaft der beiden Protagonisten indes „beschnuppert“ sich ebenfalls gegenseitig und überprüft die künftigen Gemeinschaften. Einzuklagen ist das Eheversprechen auch hier nicht.

Bei der Verlobung denkt an so etwas wahrscheinlich niemand, denn zu dieser Zeit vertreibt die rosarote Brille jedwede negativen Gedanken.