Das Kränzen

Eher in ländlichen Gegenden verbreitet und bekannt ist der schöne Hochzeitsbrauch des Kränzens. Dabei finden sich Nachbarn des angehenden Brautpaares ohne dessen Wissen zusammen, um eine Girlande aus Tannengrün zu binden, welche mit weißen Blüten, meist Rosen, verziert wird. Das Grün referenziert dabei das Leben, während die Länge des Kranzes Unendlichkeit bedeutet. Welche Länge die Girlande haben muss, wird vorher ausgemessen, am besten, ohne dass die künftigen Eheleute etwas davon bemerken. Üblicherweise soll mindestens der ganze Türrahmen umspannt werden. Gern wird aber auch einiges an Länge zugegeben und die Enden der Girlande nochmals besonders geschmückt.

Die Nachbarfrauen, die meist für das Binden verantwortlich sind, basteln oftmals auch die Blumen selbst. Manchmal werden die Blüten aber auch gekauft. Anfallende Materialkosten teilen sich alle Beteiligten.
Schon das Kranzbinden gestalten sich die Nachbarn auf das Angenehmste. So ist es durchaus möglich, dass es dabei einen Umtrunk gibt.

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Ganz sicher gibt es diesen nach dem Anbringen der Girlande, dem Kränzen, über der Tür des Brautpaares. Diese Aufgabe kommt eher den Nachbarmännern zu. In einigen Gegenden bringen allerdings auch die Frauen selbst die Girlande an, während von den Männern zwei Fichten links und rechts der Tür gesetzt werden.

Je nach Region unterscheidet sich die Tradition des Kränzen ein wenig. So ist beispielsweise der Zeitpunkt variabel. Auch sind mancherorts die Eltern des Brautpaares oder die künftigen Eheleute selbst für das Kränzen verantwortlich.

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